Geschichte der SGaM

Als "Seglergemeinschaft am Müggelsee" blickt der Verein erst auf wenige Jahre zurück, als "Adlershofer " weisen wir schon einige Jahrzehnte mehr auf. Beziehen wir uns auf direkte oder indirekte "Vorfahren", dürften wir uns mit Stolz in den Kreis der mindestens 100-jährigen Segelvereine einreihen und Jubiläen in Abständen von wenigen Jahren feiern - aber lassen wir das. Der tatsächliche Verlauf er Vereinsgeschichte spiegelt das vergangene, turbulente Jahrhundert wider: 1894 schließen sich segelinteressierte Berliner und Friedrichshagener Bürger (damals noch dem Kreis Niederbarnim zugehörig) zum YCM zusammen und erwerben einen "Glaspavillon" in Fachwerkbauweise aus dem Bestand der Gewerbeausstellung 1896 im Treptower Park. Diesen stellen sie fast pachtfrei auf eine Landzunge des südlichen Ufers des Spreegemündes (Müggelschlösschen). Das Müggelbudengelände erwähnte schon Th. Fontane in seinen "Wanderungen durch die Mark Brandenburg". Doch wenige Jahre später muss der Verein weichen, da 1901 das zum Kreis Teltow/Gemeinde Köpenick gehörige Ufer abgebaggert wird, um das Müggelgemünde für die Frachtfahrt Rüdersdorfer Baustoffe zu verbreitern.

Der Yachtclub Müggelsee siedelt sich mit seinem Clubhaus 1902 in Neukamern, später Müggelseedamm 72/74 an. Diesen Grund und Boden nutzt heute der YCBG als Hafen und Clubgrundstück. Für den YCM schließen sich trotz des 1. Weltkrieges und seiner Folgen Jahre des Wachstums auch durch Anschluss anderer Vereine und sportliche Erfolge an:

Im Jahre 1937 vereinigten sich der YCM und der 1921 gegründete Verein "Seglerheim am Müggelsee" VSaM zum Yachtclub Müggel - Seglerheim YCM-S mit den Clubgebäuden "Haus an der Müggel" und "Haus an der Spree". Der VSaM ging aus dem 1908 gegründeten SVaM hervor. 1945 werden durch alliierte Beschlüsse zunächst alle dem NSRL zugeordneten Vereine aufgelöst. Doch schon 1946 wird am Müggelseedamm von Angehörigen ehemaliger Vereine die Sportgruppe Segeln (SGS) und im April 1949 die Sport-Gemeinschaft Müggelsee SGM gegründet. Während handelnde Personen bleiben oder neue hinzukommen wechseln von nun an im Zwei-bis-Drei-Jahres-Rhythmus die Namen der Vereinigung:

In den folgenden Jahren stabilisieren sich die "Adlershofer": Sowohl die Durchführung der 1950 ins Leben gerufenen 20-Studen-Wettfahrt als auch des "Jachtwerftpokals" lassen den Verein zu einer festen Größe im Berliner Segelsport werden. Sportliche Erfolge bei Berliner-, Landes- und internationalen Meisterschaften stellen sich in nationalen und olympischen Klassen ein. Seit 1990 orientiert sich die SGaM im Kindersport auf das Opti-Müggel-Team und im Jugendsport auf das Segeln in der Europe-Klasse, für die im Jahre 2002 kurzfristig die Durchführung der Internationalen deutschen Jugendmeisterschaft übernommen wurde. Eine Art Generalprobe für diese IDM stellt die erfolgreiche Deutsche Meisterschaft der Folkeboote 2001 auf dem anspruchsvollen Hausrevier, dem Müggelsee, dar. Im Seniorenbereich betreiben unsere Sportfreunde neben der Teilnahme an mehreren Vereinswettfahrten das Wandersegeln im Binnenrevier und das Fahrtensegeln auf Ostsee, Nordsee und Atlantik. Gelegentliche Chartertörns auf Adria, Mittelmeer und in der Karibik runden das Bild ab.

Klaus Hohensee


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